Sonntag, 26. Juli 2015

The Day the Crayons Quit

Eines Tages, als Duncan in der Schule seine Buntstifte aus der Schultasche nehmen will, findet er stattdessen ein Päckchen Briefe, geschrieben von seinen Buntstiften. Diese haben die Nase voll und möchten nicht mehr arbeiten, wenn sich nicht sofort etwas ändert.  

Während der blaue Stift, vom Füllen der vielen Ozeane, Wolken und Himmel völlig am Ende seiner Kräfte um seine Existenz fürchtet und der pfirsichfarbene Stift sich über sein fehlendes, abgepultes Kleid beschwert, geht es dem Grün eigentlich ganz gut: mit seiner Hilfe entstehen tolle Bäume, Krokodile und Dinosaurier. Wären da nur nicht Orange und Gelb. Diese beiden nämlich gehen ihm und den anderen Stiften kräftig auf den Wecker. Ständig streiten sie darüber, wer denn nun die richtige Farbe für die Sonne ist. 


Brief für Brief berichten die Buntstifte Duncan von ihren Sorgen. Findet dieser am Ende eine Lösung, um sie alle zufriedenzustellen? 

Welches Kind wird hier wohl nach der Lektüre nicht seine Buntstifte betrachten, sich fragend, ob sie glücklich sein würden mit ihren Aufgaben und ihrer Auslastung. 

Und auch die erwachsenen Leser erinnern sich an die Stifte ihrer Kindheit: an die kurzen Stummel der beliebten Farben, an riesengroße leuchtend blaue Ozeane, braune Pferde, Hunde und Häuser, immergrüne Wiesen und Bäume. 

Kaum vorstellbar, dieses Buch nicht ganz wunderbar zu finden, nicht bei jedem frechen Brief zu schmunzeln und mit den kleinen Absendern mitzufühlen. 
Leider ist das Buch bisher nicht ins Deutsche übersetzt worden.
Für alle, die von Oliver Jeffers und den sympathischen Stiften trotzdem nicht genug bekommen können, gibt es gute Nachrichten: im August erscheint der zweite Teil um die lebendigen Crayons: The Day the Crayons Came Home.


Verlag: Philomel Books 
Drew Daywalt
Illustration: Oliver Jeffers

Für alle Englisch sprechenden Kids von 3-7, die Spaß an lustigen, fantasievollen Geschichten haben.

Dienstag, 31. März 2015

Erdbeereier

Die Osterfeiertage stehen vor der Tür und mit Ihnen die Vorfreude auf ofenwarmen Osterzopf, frisches Rhabarberkompott, Eiersuche in Wohnung und Garten und das nächste große Familientreffen. Tipps und Anleitungen für nette Osterbasteleien zur Dekoration von Wohnung und Ostertisch an diesen Tagen findet man im Netz zur Genüge.
Gefärbte Eier und Hühnerpappgirlanden sind nichts Neues. Ganz hin und weg bin ich dagegen von den großartigen Erbeereiern von Oh happy day
Gefüllt mit Konfetti, Karamellbonbons und Osterwünschen sind sie mit Sicherheit das E(i)-Tüpfelchen auf jeder Osterfeier. Eine genaue Anleitung für die süßen Überraschungsbeeren gibt es hier.



Freitag, 9. Januar 2015

Hilde - ein Huhn reißt aus

Hilde ist ein Huhn. Sie lebt draußen auf dem Land in einem kleinen Hühnerhaus in einem schönen Garten. Tag ein Tag aus genießt Hilde ihr Frühstück, springt einige Runden auf dem Trampolin und freut sich auf der Welt zu sein. Eines Morgens jedoch wird die arme Hilde von einer kräftigen Windböe erfasst und weit weg getragen - bis in die große Stadt, wo sie sich zunächst etwas verloren fühlt. Schnell jedoch findet sie Gefallen an der Stadt: Sie probiert Schuhe an, setzt sich mit einer Tüte Popcorn ins Kino, fährt Rolltreppe und bummelt die Einkaufsstraßen entlang. Doch dann packt Hilde das Heimweh ... Ob sie den Weg nach Hause findet?


Auf der Homepage der Autorin gibt`s übrigens ein paar interessante Infos zur Entstehung des Buches. Aber Achtung: die kleine Protagonistin kommt eigentlich aus Australien und trägt hier den Namen Peggy. An Liebenswürdigkeit verliert sie dadurch aber nicht.


Lappan Verlag
Anna Walker

Für alle kleinen Freunde von lustigen Bilderbuchgeschichten und charmanten Protagonisten
 

Samstag, 13. September 2014

Apulien

 Apulien ist die südlichste Region Italiens, sie liegt "in der Hacke des Stiefels", wie man so schön sagt, und ist wohl eine der schönsten vom Massentourismus verschont gebliebenen Landstriche. Die Landschaft hier besteht aus Weizenfeldern und Olivenhainen, wilden Küsten mit vielen Buchten und glasklarem Wasser, ab und an ein Hügel auf dem einer der vielen kleinen Orte tront. Die Altstadt ist meist ein unsortierter Haufen aus weißgetünchten zweigeschossigen Häusern, die wie willkürlich und ohne Rücksicht auf die Wege des Sonnenlichtes und ein nachvollziehbares Wegenetz aneinandergereiht sind. Durch die schattigen Gassen findet man meist nur, wenn man sich während seiner Erkundungen kleine Fixpunkte setzt: Die blaugetrichene Tür, die große Treppe, die alte, stille Frau vor ihrem Haus. Um den Kern der Altstadt ziehen sich einige Straßen im strengen Schachmuster. Die Straßen laufen in Parallelen, die Häuser gleichen sich, militärisch aufgereiht, in Terracotta-Anstrich und mit den schmiedeeisernen Balkonbrüstungen wie ein Ei dem anderen. Nur ab und an ein kleiner negazio di alimentari, ein Lebensmittelgeschäft, das frisches helles Brot, Gemüse aus der Region, Käse, Öl und Pasta verkauft. Hinterm Schachfeld folgt die Neustadt, meist von der Altstadt durch eine größere Straße abgegrenzt. Hier knattern die Motoren der Mopedfahrer, hier schreien und spielen die Kinder. In den Geschäften gibt es teure Sonnenbrillen, Tierfutter und Waschservice. Ab und an ein Neubau, an dessen Fassade Wind, Salzwasser und Sonne graue Schlieren, Spuren der Witterung hinterlassen haben. Ganz gleich in welchem Teil der Ortschaften man sich befindet, man hat das Gefühl, die Italiener verbringen diesen Sommer damit, vor allem drei Dingen nachzugehen: dem Essen, dem Sonnenbaden und dem Heiraten.


Von Bari aus fahren wir mit dem Zug nach Süden. Zugfahren in Italien ist eine prima Sache: Die Züge sind unter der Woche oft leer, die Strecken führen durch wundervolle Landschaften und die Ticketpreise sind niedrig. Das erste Reiseziel auf unserer Reise ist Ostuni, die weiße Stadt. Der Bahnhof liegt im Tal, der erste Blick auf die Stadt zeigt einen weiß-leuchtenden Schildkrötenpanzer unter schwarzem Gewitterhimmel. Wir schlafen im neuen Teil der Altstadt in einem kühlen Zimmer unter steingewölbter Decke. Mario überreicht uns die Schlüssel und erklärt mit viel Italienisch, Hand- und Fußeinsatz die Vorzüge der Unterkunft. Wir verstehen ihn nicht, freuen uns aber über seine Gastwirtschaft. Am nächsten Morgen zeigt sich die Altstadt von seiner schönsten Seite: Straßen und Häuser haben sich vom nächtlichen Gewitter erholt und scheinen unter azurfarbenem Himmel einem neuen Sommertag entgegen. Auf alten Stufen, zwischen großen Kakteenkübeln und hölzernen Türen gibt es ein erstes Frühstück aus Feigen, frischem Ricotta und köstlichen Panini. 

Mit dem Roller geht es bald weiter Richtung Süden, wo wir die Städte am Meer und im Land besuchen. Wir verbringen die Tage damit, durch die Orte zu schlendern und nach unentdeckten Kirchen und hübschen Postkarten zu suchen, lümmeln in kleinen windigen Buchten in der Sonne, erschöpft vom Kampf mit den tosenden Wellen, suchen in der Mittagshitze die ein oder andere schattige Osteria auf, in der es hausgemachte Pasta und meist köstliches Bohnenpürree gibt, knattern mit dem Moped über die ruckeligen Straßen durch die ansteigenden Hügel der Murge von einem Ort zum anderen, freuen uns über den Fahrtwind und die leuchtenden Weizenfelder und löffeln unmengen eiskalter Kaffee-Granita mit geschlagener Sahne. Was für ein Leben! 

Besonders gut gefällt es uns in der Villa Serragambetta, einem alten Gutshaus zwischen Castellana und Conversano. Gastwirt Domenico vermietet nicht nur Zimmer im alten Steinhaus der Familie, sondern betreibt vor allem biologische Landwirtschaft. Auf seinen Feldern stehen Kirsch-, Oliven- und Walnussbäume, in der rotbraunen Erde um den Hof wachsen Zuchini, Auberginen, Tomaten, Kartoffeln und vieles mehr. Ein besonderer Höhepunkt ist das gemeinsame Essen am Abend. Alle Gäste versammeln sich um eine große Tafel, man berichtet von den Erlebnissen des Tages und erfreut sich an der Lebensgeschichte der Holländerin, am Tischgebet der Großfamilie aus Maryland und an dem zuvorkommenden Pärchen aus Cornwell. Domenicos Mama und die Küchenchefin und gute Seele Gina kümmern sich um das leibliche Wohl und servieren einen Gang nach dem anderen. Es gibt überbackende Zucchini, frische Oliven und hausgemachte Orecchiette, butterweiches Auberginenragout, eingelegte Kapern und frische Focaccia, Beerenpudding und Mandelgebäck. Jeder Bissen ein Genuss, vergessen sind die müden Füße und die Mücken, die sich in den Kniekehlen niedergelassen haben. 

Die Schweizer Familie fühlt sich hier ebenfalls pudelwohl. Die kleine Greta verbingt die Tage lesend. Mal findet man sie auf den schattigen Stufen zum Gartenhaus, mal am Pool auf einer Liege unter ihrem bunten Handtuch, mal am großen Esstisch auf dem Hof, stets mit einem aufgeschlagenen Buch auf den Knien, vertieft in spannende Geschichten, verloren in anderen Welten. Ihr Bruder redet wie ein Wasserfall. Er erzählt von seinen Freunden zu Hause, von der Schule in Bern. Er schwimmt jeden Tag seine Bahnen im Pool und zählt beim Erreichen des Beckenrandes laut mit. Wie ein Fisch flitzt er durchs sonnenspiegelnde Wasser, hebt und senkt den Kopf beim Ein- und Ausatmen und kümmert sich nicht um den hellen Tag über ihm. Die Schweizer erkunden die Gegend mit dem Auto, sie fahren zur Küste und suchen nach Stränden mit Sprungbrettern und Eisbuden und essen Pizza aus Pappschachteln. Sie besuchen die Grotten von Castellana und den Safari Zoo bei Fasano. Die Kinder fühlen sich wohl, die Rückfahrt nach Hause und der Schulbeginn in ein paar Wochen liegen noch in weiter Ferne. Und wenn Sie dann wieder in der Schule in ihren Bänken sitzen, vor ihnen das streng gekästelte Muster der Mathehefte, die anatomischen Eigenheiten der Milchkuh im Biologiebuch, vor dem Fenster ein nasser, kalter Regen, dann werden sie sich bestimmt wie wir, mit Wohlwollen an diese warmen Tage erinnern.    

Mittwoch, 11. Juni 2014

Kinder, kocht!


Hefeklöße mit Pflaumenkompott, aufgewärmte Nudeln aus dem Topf, Vanillepudding mit Erdbeeren, Leckmuscheln und Bum-Bum-Eis - die kulinarischen Highlights unserer Kindheit vergessen wir nie. Nicht, wie wunderbar ein Zwieback mit Erdbeermarmelade nach dreitägigem, fiebrigem Nichtsessen schmeckt oder die Pommes im Freibad in pappiger Tüte, gebrannte Erdnüsse aus dem Kaugummiautomaten nach dem Schlittenfahren im Park, reife, süße Pfirsiche in der Mittagshitze am Strand, gekochte Eier und Salamistullen auf der Autobahn ...

Die Erinnerung an all diese kleinen und großen Leckereien hat ein Kochbuch wachgerufen. Mit seinen Bildern, Rezepten und fröhlich-frechen Illustrationen, ganz liebevoll gestaltet. Lange Zeit war ich auf der Suche nach diesem einen Kochbuch: nach einem Kochbuch mit Rezepten zu vertrauten Gerichten, mit tollen Tipps für koch- und backbegeisterte Kids, hübsch gestaltet und eine wunderbare Lektüre für alle Erwachsenen, die gern mal wieder am Tisch ihrer Kindheit speisen möchten. 
Als ich "Kinder, kocht!" das erste Mal in den Händen hielt, da wusste ich:
Das ist es! Jemand hat es angepackt. Das ist das Kinderkochbuch, das es schon längst hätte geben sollen.

Neben dem recht klassischen Aufbau nach Jahreszeiten, gibt es Unterkapitel, die sich an witzigen Themen und Anlässen orientieren. So findet man im Kapitel Sommer Leckereien fürs Freibad und Lieblingsrezepte von Kindern rund um die Welt. Im Kapitel Winter gibt es Rezepte gegen die Kältegrippe und witzige Ideen für den Silvesterabend. Alle Rezepte werden begleitet von fröhlichen, wunderschönen Rezept- und Stimmungsfotos, die sich prima in die einzelnen Kapitel einfügen. Ab und an tauchen Herr von Schlau im grünen Karo-Sacko und mit Hornbrille und Oma Kluge mit Schürze und Kochlöffel auf, geben wertvolle Tipps und überraschen mit interessanten Infos.

Biskuit mit Vanillepudding und Erdbeeren - ein simpler Kuchen, den wir als Kinder geliebt haben. Selbstgemacht schmeckt er noch viiiiel besser.

Zu Beginn des Buches findet man außerdem wertvolle Grundlagen-Infos für das Kochen und Backen und den richtigen Umgang mit Lebensmitteln. Wie schneide ich eine Paprika richtig? Was bedeutet "anschwitzen"? Und was heißt eigentlich "Bio"? Diese und viele andere Fragen werden hier kindgerecht beantwortet. 

Welche Blüten sind eigentlich essbar? Diese hübsche Liste zeigt es.

Bei jedem Durchblättern entdecke ich neue, liebevolle Details - eine witzige Typo, eine herrliche Kollage, eine bezaubernde Illustration -, ein neues Lieblingskapitel - erst ist es rund um die Welt, die Karten in diesem Wassertürkis, die bunten Souveniers und die Fotostreifen sind einfach zu schön, dann schwanke ich zum jungen Gemüse mit den erfrischenden Aquarellmalereien der kleinen Charlotte, aber da ist ja auch noch das Apfel-Kapitel mit den traumhaften Stoffen und Papieren im Hintergrund ... 

Schwimmreifen-Donuts - Sind die nicht toll? (Mit im Bild: Oma Kluge, den sommerlichen Fluten entstiegen)

Und auf jeder Seite ein weiteres Rezept, dass man unbedingt sofort ausprobieren möchte - Eier in Senfsauce! Mhmmm! Habe ich ja ewig nicht gegessen. Jetzt ein selbstgemachtes Eis. Das Süßkartoffel-Curry der kleinen Astha sieht köstlich aus! Stockbrot! Oh ja, wo ist das nächste Lagerfeuer? Ich könnte ewig blättern und staunen und begeistert sein.
Definitiv eines der schönsten Kochbücher. Und es macht so unglaublich viel Freude ...
 
 
 
 
AT Verlag
Claudia Seifert, Gesa Sander, Julia Hoersch, Nelly Mager
 
Für alle kochbegeisterten Kinder und Eltern

Mittwoch, 12. Februar 2014

Extra Garn

Auf die schönsten Bilderbücher stößt man meist zufällig: in einem kleinen Buchladen, auf dem Flohmarkt oder im Kinderzimmer bei Freunden. Erst entdeckt man ein Cover, das gefällt. Dann wird geblättert, man liest und schmunzelt und freut sich über Sätze und Illustrationen. Man möchte es gleich mitnehmen und immer wieder anschauen. Erst kürzlich bin ich im Buch am Hackeschen Markt auf eines dieser Bücher gestoßen. Extra Garn.
 

Coverillustration zu Extra Garn von Jon Klassen, erschienen beim Verlag Freies Geistesleben 

Die kleine Annabelle lebt in einer finsteren Stadt. Alles hier ist grau und bedrückend - bis zu dem Tag, an dem das Mädchen eine kleine Kiste voll buntem Garn findet und zu stricken beginnt: Pullover und Mützen für sich und ihren Hund, ihre Freunde und die Bewohner der Stadt, Gewänder für Häuser, Autos und Straßen. Bald erstrahlt die ganze Stadt in farbenfrohem, heiterem Kleid. Doch ein übelgelaunter Herzog zeigt Interesse an dem nicht enden wollenden Garn und stiehlt der kleinen Annabelle die wundersame Kiste. Ob er damit das gleich bewirken kann?



Illustration aus Extra Garn von Jon Klassen

Illustrator Jon Klassen, der für sein Bilderbuch Wo ist mein Hut? unzählige Auszeichnungen erhielt, hat mit Extra Garn ein neues Meisterwerk geschaffen. Der bekannte reduzierte, konturlose Strich, die liebenswerten Gesichter und die stillen Farben erschaffen eine zarte Welt, eine anfangs düstere, später vom bunten, zartschimmernden Garn umwobene, fantasievolle Szenerie. Ganz im Einklang mit den Illustrationen erzählt Autors Mac Barnett mit wenigen Sätzen eine unaufgeregte Geschichte über die positive Kraft kleiner Taten. Ein bewundernswert außergewöhnliches Buch.
Wie fabelhaft, dass Klassen und Barnett bereits an einem nächsten gemeinsamen Buch arbeiten, dessen englische Ausgabe schon diesen Herbst erscheinen soll.


Dienstag, 24. Dezember 2013

Stille Nacht

Illustration von Catharina Westphal aus dem Buch Rund um die Welt ist Weihnachten, erschienen bei Thienemann
Wie die Zeit rast ... und nun ist Weihnachten da. Drei wundervolle Tage mit

gefüllten Plätzchendosen
Winter-Weihnachtsbüchern
Klavierspiel (oder weihnachtlichem Herumgefiedel auf einer Geige)
Tannengrün
Mandarinenbergen
viel Geduld
und viel Hunger
Glockenklang
Rotkohlflecken
roten Strumpfhosen
Umarmungen
Krippenspielversprechern
Hoffnung auf Schnee
Geschenkpapierbergen 
Wunderkerzenschein

Fröhliche Weihnachten

Freitag, 20. Dezember 2013

Neue Bilderbücher

Cover-Illustration zu Schlaf wie ein Tiger von Pamela Zagarenski, erscheint bei Knesebeck.
Habt ihr schon einen Blick in die Verlagsvorschauen fürs Frühjahr 2014 geworfen? Oh - da gibt es so viele wunderbare Titel, auf die ich mich freue ...

Allen voran
Schlaf wie ein Tiger. Erscheint Februar 2014 bei Knesebeck.
Wegen Shaun Tans bezaubernden Figuren
Die Regeln des Sommers. Erscheint April 2014 bei Aladin. 
Vielleicht ja ein ganz wunderbares Tochter-Papa-Buch
Vorsicht, Krokodil. Erscheint Februar 2014 bei Moritz.
Oh, diese Illustrationen ...
Vom Elefanten, der wissen wollte, was liebe ist. Erscheint Januar 2014 bei Gerstenberg.
Hoffentlich hält das Buch, was das Cover verspricht!
Das Löwenmädchen. Erscheint Januar 2014 bei Gerstenberg. 

Es wimmelt nur so vor lauter wilden Tieren. 
Purer Zufall oder neuer Trend im Bilderbuch ...?

Sonntag, 8. Dezember 2013

7 Tage hat die Woche ...

1 Kleiner Inuit möchte wissen, ob er eines Tages ein großer Jäger wird. Und er will auch wissen, was am anderen Ufer des großen eisigen Sees liegt. Aber das andere Ufer ist ihm verboten. Und weder der Hase, der gut hört, noch die Schneeeule, die weit sieht, noch das Walross, das sehr alt ist, können dem kleinen Jungen helfen. Schließlich trägt der Wal ihn zur Insel in der Mitte des großen eisigen Sees.
Dort trifft Kleiner Inuit den weisen Elch …


Kleiner Inuit - ein schönes Bilderbuch mit klaren Illustrationen in intensiven Farbtönen und einer Geschichte, die uns erzählt von den vielen, wunderbaren Möglichkeiten, die wir im Leben haben. Erschienen bei Atlantis.
 
2 Ein senfgelbes Kleid für den Adventssonntag zu Hause. Von Mango Kids.
3 Mit Erwin Mosers Fantastischen Gute-Nacht-Geschichten lässt es sich besonders gut ins Bett gehen. Das dicke Buch mit ganz wunderbaren, ganzseitigen Illustrationen verleitet dazu auch mal eine Geschichte mehr vorzulesen ... oder zwei.
4 Noch auf der Suche nach Bastelideen, Plätzchenrezepten und einfachen Anleitungen für Kinder? Im Web-Magazin Zzzebra wird man immer fündig. Hier gibt es tolle Ideen für Basteleien, kleine Spiele, Handarbeiten und vieles mehr.
5 Für winterkalte Füße, Süßigkeiten-Bauchweh und kleine und große Frostbeulen: Eine Wärmflasche, die man nur allzu gerne an sich kuschelt. Aus der Kinderkollektion von Fussenegger.
6 Bestens geeignet um vorweihnachtliches Kinderzimmerchaos rasch in den Griff zu bekommen: die Korbkisten von Rice.
7 Goldhahn & Sampson am Helmholtzplatz ist immer einen Besuch wert. Ganz egal, ob man noch auf der Suche ist nach Rezepten für die Weihnachtszeit, kleinen kulinarischen Geschenken oder köstlichem frischen Brot für den Adventsmorgen. Unbedingt ein bisschen Zeit mitbringen, damit man nach Herzenslust in den vielen Koch- und Backbüchern stöbern kann.

Montag, 18. November 2013

A wie Appaloosa

Das absolut allerliebste Alphabet...

 
... ist das Pferde-ABC der Illustratorin M. Garanin.
Wer es noch nicht kennt: Unbedingt anschauen. Nicht nur was für Pferde-Mädchen. 
Macht sehr viel Freude und beste Laune!

Samstag, 9. November 2013

Kleiderkinder

Stufenkleid mit Rüschen von Boden
Stufenkleid mit Rüschen von Boden
Oh, bei diesen Kleidern möchte man wieder Kind sein,
Holzperlenschmuck tragen,
mit aufgeschürften Knien
höchste Kletterspinnenspitzen erklimmen,
Zirkus spielen,
Teigschüsseln auskratzen,
Playmobil-Familien
und Mädchen-Banden gründen.

Geht's euch nicht genauso?

Sonntag, 13. Oktober 2013

Osman, der Angler

Zwei hungrige Möwen sitzen Tag und Nacht am Kai, beobachten Osman, den Angler, und hoffen, dass früher oder später ein fischiger Leckerbissen für sie an der Angel hängen wird. Doch es sind keine Meeresbewohner, die Osman aus dem Wasser zieht, sondern verlorengegangene, weggeworfene und totgeglaubte Gegenstände. Osman haucht all dem Fundgut wieder Leben ein und verzaubert die Menschen mit seinen Basteleien. Davon sind die beiden Möwen jedoch nicht begeistert. Schließlich haben sie großen Fisch-Hunger. Aber Osman wäre nicht Osman, wenn er nicht auch für seine gefiederten Freunde eine kleine, große Überraschung hätte ...
   
Cover-Illustration von Anne Hofmanns Osman, der Angler, erschienen beim Aladin Verlag.
 Ein ganz besonderes Bilderbuch, das mittels Unterstützung des Troisdorfer Bilderbuchstipendiums entstanden ist. Mit seinen sehr dynamischen und filmisch wirkenden Illustrationen ist das Buch ein Unikum auf dem deutschen Kinderbuchmarkt. Die leuchtenden Farben, die vielen hellen Lichter in tiefblauer Nacht und schummriger Dämmerung erzeugen eine Welt, in der man nur all zu gerne mal zu Besuch wäre.
Eine kleine Geschichte mit großen Illustrationen.

Fast kann man nicht glauben, dass dies das erste Bilderbuchprojekt der Illustratorin Anne Hofmann ist. So gekonnt wirken die Bilder in diesem Werk. Liest man jedoch den Lebenslauf der Künstlerin, versteht man auch den Stil und die Perfektion ihrer Zeichnungen. Schon seit Jahren ist die Wahlberlinerin als Designerin und Malerin für Animationsfilme tätig. So hat sie unter anderem Hintergründe für einen der wunderbarsten Animationsfilme der letzten Jahre, The Illusionist gemalt. 

Keine Frage, dass Frau Hofmann nun auf meiner Beobachtungsliste für neue Bilderbuchprojekte ganz oben steht.

Samstag, 5. Oktober 2013

Ich gehe als Schnecke!


Fasching ist noch eine Weile hin. 
Es ist wahrscheinlich viel zu früh, sich Gedanken über die Kostüme der Kinder zu machen. 
Trotzdem hilft eine kleine Notiz vielleicht vor einem Kopfzerbrechen für ein kreatives Kostüm im Febraur. Ein kleines Bleistiftschneckenhaus im Kalender sollte genügen. 

Wer will da keine Schnecke sein?
Eine genaue Anleitung gibts hier.


Mittwoch, 25. September 2013

Tierisch niedlich

Eigentlich bin ich der Meinung, dass Tiere zeichnen nur etwas ist, das sehr wenige Menschen wirklich können. Eigentlich finde ich auch, dass das Wort eigentlich aus dem Wortschatz gestrichen gehört. Also, ich war auf jeden Fall bis vor kurzem überzeugt: Entweder man kann Tiere zeichnen oder man kann es eben nicht. Die meisten können es nicht. Da kann man ein Pferd kaum von einer Ameise und einen Hund schon gar nicht von einer Katze unterscheiden. Vor allem beim gemeinsamen Activity-Spiel stellt sich oft heraus: Das, was die Hand aufs Papier bringt, hat meist wenig mit dem Bild zu tun, das der Zeichner im Kopf hat. "Was soll das denn sein?" ist wohl stets die meistgestellte Frage. "Ein Pferd?" - "Aber das sieht man doch!"
 
Für all jene, denen dieses Phänomen nicht unbekannt ist und für all jene, die einfach gerne Tiere zeichnen können möchten, gibt es das wunderbare Buch Illustrieren - tierisch niedlich. Witzig und fantasievoll für jung und alt .

 
Ganz egal, ob man eine Seemöwe, einen Waschbären oder einen Blauwal zeichnen möchte, ob das Tier tanzen, hüpfen, lachen oder weinen soll - Sachiko Umoto hat für jede Idee die passende Skizze. Im typisch japanischen Zeichenstil gibt das Buch einfache Strich-für-Strich-Anleitungen, bei denen wirklich tierisch niedliche Skizzen entstehen.
Ein Buch in fröhlich-frischem Design, das Klein und Groß gefällt und Langeweile vertreibt. 
 
Und: Ist dieser Tiger nicht großartig?

Illustrieren. Witzig und fantasievoll für jung und alt. Tierisch niedlich.
 
Edition Michael Fischer
Autor und Illustrator: Sachiko Umoto
 
Für alle, die einen Stift halten können und Spaß am Zeichnen und Kritzeln haben.

Sonntag, 9. Juni 2013

Im Wilden Osten

Wer war nochmal dieser Winnetou? Uns ganz egal – denn wir sind die wahren Helden der Prärie, spätestens seit dem vergangenen Himmelfahrts-Wochenende im Wilden Osten! Unsere Kanus sind meilenweit durchs strömende Wasser geglitten, wir haben die wildesten Pferde geritten, mit Pfeil und Bogen geschossen, wie die tollkühnsten Schützen, und unsere Abende am Lagerfeuer ausklingen lassen. Unser Frühstücksschinken kommt zwar noch immer aus dem Supermarkt und das mit dem Feuer machen, das haben wir auch noch nicht hinbekommen, aber ansonsten fühlen wir uns nach diesem Wochenende wie echte Westleute! 

 
Zu verdanken haben wir das Martin, der die diesjährige Judo-Kanu-Tour unter das Motto Wilder Westen stellte. Und oh, wie war die Vorfreude groß! Cowboyhüte, Plastikcolts und Federschmuck wurden eingepackt, Wildwest-Rätsel und -Referate vorbereitet und Büchsenfleisch und Bohnen eingekauft. 

Am ersten Nachmittag errichten wir standesgemäß unser Lager, bauen Zelte auf und richten uns für die erste Nacht in der freien Natur ein. Die ganz mutigen springen in den nahen, Mai-kalten See. Am Abend gibt es Grillfleisch und Salat und ein leicht verregnetes Lagerfeuer. Doch trotz Donnergrollen und einigen heftigen Windböen bleibt unser Lager unbeschädigt. Um Mitternacht verkriechen wir uns in unsere Zelte, schließlich soll es morgen aufs Wasser gehen. 

 

Freitag Vormittag ist es dann so weit: Wir stechen in See. Ausgerüstet mit Schwimmwesten, Proviant und guter Laune geht es in 2er- und 5er-Kanus los! 
Mehrere Stunden sind wir unterwegs, überqueren riesige Seen und paddeln durch stille Kanäle. Nach unserer Ankunft am Zielort gibt es - nicht ganz stilecht, aber überaus köstlich – eine Rast mit Pommes, Fischbrötchen und Rhabarberstreusel.  


Der nächste Tag ist unseren besten Freunden gewidmet – den Pferden. Auf einer echten Ranch reiten wir drei hübsche Exemplare zu. Bemerkenswert, dass die Männer in der Runde recht großen Respekt vor dem Friesen haben und sich hoch zu Ross nicht wirklich wohl zu fühlen scheinen. Die kleinen Mädels erweisen sich dagegen als echte Pferde-Expertinnen. Selbst unsere Kleinste reitet vergnügt ein paar Runden auf dem großen Rappen und die Mädchen putzen und führen die Pferde, als hätten sie ihr Leben lang nichts anderes getan. 


 Am Nachmittag folgt dann das nächste Highlight: Die selbstgeschnitzten Bögen sollen ausprobiert werden. Auf der großen Wiese am See stellen sich die Schützen mit Pfeil und Bogen auf und schießen – weit in den blauen Himmel hinein! Den letzten Abend verbringen wir mit Stockbrot und Kuscheldecken erneut am Lagerfeuer. 


Was für ein aufregendes Wochenende geht nun zu Ende! Doch wir sind friedfertige Helden. Wir lassen die wilden Pferde in die freie Prärie galoppieren, die Hasen und Büffel in Frieden grasen, die Fische in den Flüssen ungestört leben und fahren wieder gen Süden zurück in die Heimat. Aber wir kommen wieder – bestimmt!  

     

Dienstag, 30. April 2013

Herman und Rosie


 
Rosie, ein zierliches Reh mit einer Vorliebe für klebrige Bonbons und Jazz-Gesang, arbeitet als Tellerwäscherin. Herman, ein Oboe-spielendes Krokodil in geringeltem Pullunder, verkauft Telefone. Beide leben in New York, gar nicht so weit voneinander entfernt. Genaugenommen sind sie fast Nachbarn. Herman wohnt hier und Rosie hier drüben (siehe Karte). Aber sie kennen sich nicht, noch nicht. So leben Sie beide ihr Leben in der großen Stadt New York, umgeben von den vielen anderen Individuen und doch alleine. Bis sie schließlich ihre Liebe zur Jazz-Musik auf ganz wundersame Art und Weise zueinanderführt. 
 

In Gus Gordons Geschichte über die Freundschaft treffen Aquarell- und Buntstift-Zeichnungen auf Collagen aus Zeitungspapier und Fotoschnipseln und lassen eine einzigartige Bilderbuchwelt enstehen - eine Welt, in der Herman und Rosie gemeinsam mit vielen anderen Tieren leben, in der kleinen alltäglichen Szenarien eine ganz besondere Magie verliehen wird und in der das Zusammentreffen zweier Seelenverwandter uns zeigt, wie wichtig und tröstend Freundschaft ist, gerade wenn es im Leben mal nicht so läuft, wie es eigentlich sollte.

Ein Hoch auf Gus Gordon! Ein Buch, das wirklich Spaß macht - vom ersten bis zum letzten Strich.


Herman und Rosie. Eine Geschichte über die Freundschaft.
 
Knesebeck Verlag
Autor und Illustrator: Gus Gordon
 
Für Kinder ab 6 Jahren 
 
  
 


Donnerstag, 28. März 2013

7 Tage ... Frühling

 
1 Eine Ziege kuscheln? Diese gerne. Sie ist in Handarbeit aus Schafswolle gefertigt und unwiederstehlich süß! Irmi Grünsteidel verkauft helle und dunkle Exemplare der kleinen Kuschelzicklein unter dem Label ma petite chèvre auf diveresen Berliner Märkten.  
 
2 Machen sich besonders gut über der Ostertafel: Fröhliche Wimpelgirlanden in allen Farben. Dieses gepunktete Exemplar stammt aus dem Hause Spiegelburg
 
3 Einer der schönsten Bilderbuchklassiker, Helen Oxenburys und Michael Rosens Wir gehen auf Bärenjagd, erschienen bei Sauerländer, lässt sich auch ganz gut anstelle von Schokoeiern verstecken...
 
4 Den Frühling in der Post verschicken? Das geht mit dieser wunderbaren Karte aus ausgestanzten Pappvögeln zum Zusammenstecken. Gesehen bei Hase Weiß.
 
5 Ostergrüße verschicken macht besonders viel Spaß mit den fröhlichen Karten von krima & isa.
 
6 Noch ein Janosch-Lieblingsbuch: Löwenzahn und Seidenpfote erzählt die Geschichte von zwei Mäusen, die gerne Kinder bekommen wollten. Sie wussten auch schon genau, wie ihre Kinder werden sollten. Aber dann kam alles ganz anders.
 
7 In diesem hübschen Herbarium vom Coppenrath Verlag können kleine und große Naturfreunde Blumen und Blüten sammeln. Wunderbare Illustrationen und allerlei botanisches Wissen machen das Buch zu einem ganz wunderbaren Frühjahrsalbum. 


Dienstag, 19. Februar 2013

Das Herz in der Flasche

Geschmäcker sind unterschiedlich. Auch oder vor allem was Geschichten und Bücher angeht. Die einen bevorzugen Kriminalromane, die anderen Liebes- und Familienromane. Es gibt Freunde der fantastischen Literatur und solche, die nur historische Romane und Biographien lesen. Ob uns ein Buch gefällt, hängt meistens auch davon ab, in welcher Lebenssituation wir uns gerade befinden, ob wir alt oder jung sind, uns mit den Hauptcharakteren identifizieren können, ob wir zu Hause auf der Couch lesen oder in der U-Bahn. Kein Wunder also, dass es Bücher gibt, die uns früher einmal gefallen haben, lesen wir jedoch heute darin, schütteln wir über unsere einstige Begeisterung verwundert den Kopf. Nicht selten hängt die unterschiedliche Rezeption damit zusammen, für wen das Buch geschrieben wurde. Wie schön ist es dann, wenn man mal wieder ein Buch entdeckt, dass wohl für jedes Lesealter eine große Bereicherung ist...
   
Der Buchladen Shakespeare and Company in Paris.
Oliver Jeffers Das Herz in der Flasche ist ein solches Buch. Ich habe es vor zwei Jahren in der Kinderleseecke bei Shakespeare and Company in Paris entdeckt und mich sofort verliebt...

Coverillustration von Oliver Jeffers Das Herz in der Flasche, erschienen beim Aufbau Verlag.

Die Geschichte erzählt von einem kleinen, lebensfrohen und neugierigen Mädchen, welches eines Tages mit dem Verlust einer geliebten Person konfrontiert wird. Um sich und ihr Herz vor weiteren Schmerzen zu schützen, beschließt das Mädchen, ihr Herz von nun an in einer Flasche aufzubewahren.

Illustrationen von Oliver Jeffers aus Das Herz in der Flasche, erschienen beim Aufbau Verlag.
Nun jedoch macht ihr das Leben nicht mehr so viel Freude, wie zuvor. Das Mädchen verliert seine Neugierde und sein Interesse an vielen Dingen. Erst als sie jemandem begegnet, der, wie sie früher, voller Neugierde und Lebensfreude ist, beschließt sie, ihr Herz aus der Flasche zurückzuholen. Zuerst scheint es unmöglich, dass Herz aus der Flasche zurückzubekommen. Doch dann lässt sich das Mädchen helfen...


Illustration von Oliver Jeffers aus Das Herz in der Flasche, erschienen beim Aufbau Verlag.

Was passiert mit uns, wenn wir den Verlust eines Menschens ertragen müssen, wenn wir in ein tiefes Loch fallen und, um uns vor weiteren Schmerzen zu schützen, beschließen gleichgültig werden? 
Mit wenigen, poetischen und doch klaren Worten, seinen unverwechselbaren Illustrationen und dieser so simplen, aber treffenden Metapher, gelingt es Jeffers seinen kleinen und großen Lesern aufzuschlüsseln, was mit uns geschieht, wenn wir vor lauter Kummer unser Herz verschließen, wenn wir die Freude am Leben verlieren und vergessen, was uns eigentlich glücklich macht.
Ein wirklich wunderbares Buch, das jeder (mindestens) einmal gelesen haben sollte!

Illustration von Oliver Jeffers aus Das Herz in der Flasche, erschienen beim Aufbau Verlag.

Montag, 4. Februar 2013

Findus zieht um

Endlich gibt es eine neue Geschichte aus dem Leben von Pettersson und Findus. Und weil es in Berlin so viele kleine und große Freunde der Sven Nordqvist-Bücher gibt, wird das neue Werk besonders groß gefeiert:
Die Buchbox am Helmholtzplatz feiert sein Erscheinen am Sonntag, den 10. Februar mit einem schwedischen Jahrmarkt. Als Highlight der Veranstaltung sind zwei Schauspieler angekündigt, die Pettersson und Findus spielen, Lieder singen, vorlesen und gemeinsam mit den Kindern in die Welt der schwedischen Kinderbücher eintauchen. Der Eintritt kostet 3€.
Und auch am Kollwitzplatz wird am Sonntag, den 10. Februar gefeiert: Im Georg Büchner Buchladen wird es ebenfalls ein großes Fest geben. Mit Kinderschminken, schwedischem Gebäck, Musik und einem großen Gewinnspiel.

Coverillustration von Sven Nordqvist aus Findus zieht um, erschienen beim Oetinger Verlag

Wenn Findus aufwacht, muss er einfach auf seinem Bett hüpfen. Aber um vier Uhr morgens ist Pettersson davon nur genervt. Also entschließt sich Findus, ins Plumpsklo im Garten zu ziehen. Aber nachts ist es dort viel unheimlicher, als er dachte. Vielleicht ist es bei Pettersson doch schöner?

Mittwoch, 16. Januar 2013

Mal mal!

Wenn es früher bei uns hieß: Heute kochen wir nicht selbst, heute gehen wir zum Italiener!, dann war die Freude bei uns Kindern besonders groß. Denn beim Italiener gab es Malzbier aus Flaschen und Tischunterlagen zum Ausmalen. Mit Meerjungfrauen und Spaghetti-Tellern und Weinranken.
Und auch ansonsten wurde von mir alles was man irgendwie ausmalen konnte mit Filz-oder Buntstiften, herumliegenden Kugelschreibern und IKEA-Bleistiftstummeln verschönert: Werbe-Prospekte, Vignetten im Mathe-Übungsheft, Schlagzeilen in Tageszeitungen und leere Cornflakes-Packungen. Wenn es irgendwo richtige Zeichnungen zum Ausmalen gab - umso besser. 
   
Auch Judith Drews und Hans Baltzer ist das "Darf ich das ausmalen?"-Phänomen gut bekannt. Und sie haben gehandelt, um dem Ausmaldrang unserer Kinder entgegenzuwirken. Auf ihrem Blog Malbogen stellen namenhafte Kinderbuchillustratoren Zeichnungen zum Ausdrucken und Ausmalen zur Verfügung. Einfach so. Toll, oder?  

 Und weil wir die Idee so prima finden, gibt es heute auch bei uns was zum Ausmalen: 
Ein kleines Traumhaus ganz im KULTURNASCHEN-Stil...

 


Viel Spaß beim Ausmalen!